Profil des Instituts für Politikwissenschaft

Das Institut für Politikwissenschaft bietet ein Lehr- und Forschungsprofil, das neben dem klassischen Kanon (Regierungssysteme und politische Theorien) über eine starke Ausrichtung auf Vergleichende Politikwissenschaft und Internationale Beziehungen verfügt. Aktuelle Arbeitsgebiete in Lehre und Forschung sind der Vordere Orient, Friedens- und Konfliktforschung, Internationale Institutionen, Außenpolitik- und Vergleichende Außenpolitikanalyse, Europäische Integration sowie politische Soziologie und Kultur und Wirtschaftslehre/Politikfeldanalyse.

Profile der Professoren

Prof. Dr. Gabriele Abels, geb. 1964, ist seit September 2007 Professorin für "politische Systeme Deutschlands und der EU sowie Europäische Integration". Die Professur ist neben dem am Institut für Politikwissenschaft angesiedelten Studiengängen auch eng mit dem interfakultären Studiengang Master of European Studies (MEUS) verbunden. Das wissenschaftliche Interesse von Gabriele Abels gilt vorrangig dem Prozess der europäischen Integration und der damit einhergehenden Herausbildung eines neuen politischen Systems. Sie befasst sich insbesondere mit Fragen regulativer Politik (Risikoregulierung, Biotechnologie, Lebensmittelregulierung, Technikfolgenabschätzung), mit der demokratischen Ausgestaltung des EU-Systems sowie mit Gender-Perspektiven auf den europäischen Integrationsprozess. Sie ist Mitherausgeberin der "femina politica – Zeitschrift für feministische Politikwissenschaft".

 

Prof. Dr. Hans-Jürgen Bieling, geb. 1967, Studium der Politikwissenschaft, Volkswirtschaftslehre und Soziologie in Marburg (1988-1993); anschließend wiss. Mitarbeiter (Promotion, 1999) und Juniorprofessor (Habilitation, 2008); Vertretungsprofessuren in Hamburg (2008/09) und Darmstadt (2010) und nachfolgend Professor an der Hochschule Bremen (2010/11); seit Oktober 2011 Professor für „Politik und Wirtschaft (Political Economy) und Wirtschaftsdidaktik“ in Tübingen. Seine Arbeits- und Forschungsschwerpunkte liegen in den Bereichen der Internationalen Politischen Ökonomie, Europäischen Integration sowie der Staats-, Politik- und Gesellschaftstheorie. In der IPÖ- und Europaforschung ist er besonders an wirtschafts-, geld- und finanzmarktpolitischen sowie arbeits- und sozialpolitischen Fragestellungen interessiert.

 

Jun.-Prof. Dr. Daniel Buhr, geb. 1973, ist seit Oktober 2010 W1-Professor für Policy Analyse und Politische Wirtschaftslehre. Er war zuvor schon als Lehrbeauftragter und Wissenschaftlicher Angestellter am Institut beschäftigt, hat aber auch viele Jahre als Marketingleiter, Pressesprecher und PR-Berater sowie als Journalist außerhalb der Universität gearbeitet. In seiner Promotion hat er sich mit der Koordination der Innovationspolitik der Bundesrepublik Deutschland befasst. Daniel Buhr lehrt und forscht an der Schnittstelle von Politik und Wirtschaft zu diversen Politikfeldern, vor allem der Arbeitsmarkt-, Gesundheits- oder Innovationspolitik, aber auch zu politischer Kommunikation. Weil Prof. Dr. Josef Schmid bis Sept. 2016 als Dekan beurlaubt ist, übernimmt Daniel Buhr zudem so lange seine Vertretung.

Prof. Dr. Thomas Diez, Dr. phil., geb. 1970, Studium der Politikwissenschaft, Öffentliches Recht und Wirtschafts- und Sozialgeschichte in Mannheim und an der Johns Hopkins University. Forschungs- und Lehrtätigkeiten am Mannheimer Zentrum für Europäische Sozialforschung, dem Copenhagen Peace Research Institute sowie den Universitäten Aarhus, Kopenhagen, LMU München und Birmingham. Seit 2009 o. Universitätsprofessor für Politikwissenschaft und Internationale Beziehungen am Institut für Politikwissenschaft der Universität Tübingen. Schwerpunkte der wissenschaftlichen Arbeit: Europäische Außenpolitik, Konfliktforschung, Transformation von Grenzen, EU und Türkei/Zypern.

 

Jun.-Prof. Dr. Marie Duboc, born in 1978, studied political science and sociology at the London School of Economics and at the School of Advanced Social Science Studies (EHESS). She lived in Egypt where she learnt Arabic and conducted fieldwork for her PhD dissertation. In 2012-2013, she served as a postdoctoral researcher at the National University of Singapore’s Middle East Institute and was previously an academic visitor at the University of Oxford (St. Edmund Hall). Her research interests focus on social movements and political and social change in the Middle East.

 

Prof. Dr. Andreas Hasenclever, geb. 1962, Studium der Theologie und Politikwissenschaft in Tübingen, München und Paris. 1993-2000 wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Politikwissenschaft in Tübingen, danach als wissenschaftlicher Projektleiter bei der Hessischen Stiftung für Friedens- und Konfliktforschung in Frankfurt/M. Zu seinen Forschungsschwerpunkten gehören die Analyse von militärischen Interventionen, Religionskonflikten und der Theorie des Demokratischen Friedens.

 

Prof. Dr. Oliver Schlumberger, geb. 1970, Studium der Politik- und Islamwissenschaft in Tübingen, Genf und Damaskus. 1998-2004 wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Politikwissenschaft in Tübingen, danach angewandte Forschung und Politikberatung zunächst als Research Fellow, ab 2005 Senior Researcher Governance, Statehood, Security am Deutschen Institut für Entwicklungspolitik, Bonn. Seit 2009 Professor für Politik des Vorderen Orients und Vergleichende Politikwissenschaft. Schwerpunkte: Vergleichende politische Regimeforschung, Demokratisierung und Autoritarismus, Entwicklungspolitik, Good Governance, Politik des Vorderen Orients, Politische Ökonomie von Entwicklungsländern.

 

Prof. Dr. Josef Schmid, geb. 1956, Studium in Konstanz, Lehrtätigkeit in Bochum, Hamburg, Konstanz und Osnabrück, seit 1998 am Institut für Politikwissenschaft; lehrt und forscht vor allem zu Arbeitsmarkt- und Sozialpolitik in Deutschland und Europa, Internationalen Vergleichen von Wohlfahrtsstaaten, Parteien und Verbänden sowie Angewandter Politikforschung.  - Beurlaubt für die Dauer seiner Tätigkeit als hauptamtlicher Dekan der Wirtschafts- und sozialwissenschaftlichen Fakultät.

 

Derzeit sind rund 1.000 Studierende im Fach Politikwissenschaft eingeschrieben, die von einer Professorin und 4 Professoren, 2 Junior-Professoren/-Professorinnen, 3 Akademischen Räten und einer wechselnden Anzahl (mindestens 7) wissenschaftlichen Assistenten bzw. Angestellten betreut werden; hinzu kommen noch MitarbeiterInnen in Projekten, die durch Drittmittel finanziert sind. Honorarprofessoren sowie Lehrbeauftragte erweitern das Lehrangebot des Instituts, letztere stellen vor allem den Bezug zu praktischen Tätigkeitsfeldern (z.B. Medien, politische Bildung) her.