Motivationsförderung im Mathematikunterricht (MoMa)

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Mathematik gehört zu den Kernkompetenzen, die für den schulischen sowie beruflichen Erfolg eine wichtige Rolle spielen. Die Auseinandersetzung mit Mathematik im Schulkontext zu fördern, erscheint daher wesentlich. Die Notwendigkeit einer solchen Förderung wird dadurch bestärkt, dass Schülerinnen und Schüler gerade in der Adoleszenz in Mathematik starke Motivationseinbrüche erleben. Erste amerikanische Studien weisen darauf hin, dass es möglich ist, die Motivation und Leistung von Schülerinnen und Schülern mit Hilfe einer einfachen, im Klassenkontext durchgeführten Intervention positiv zu beeinflussen. Ziel des Projekts Motivation im Mathematikunterricht (MoMa) ist es daher zu prüfen, wie gut die Motivation im Fach Mathematik bei Schülerinnen und Schülern der 9. Jahrgangsstufe in Anlehnung an diese bewährten Interventionsansätze gefördert werden kann.

 

Die theoretische Grundlage bildet hierbei das Erwartungs- Wert-Modell der Leistungsmotivation von Eccles et al. (1983). Danach wird leistungsorientiertes Verhalten durch die Erfolgserwartung („Kann ich es?“) und das subjektive Wertempfinden („Was bringt es mir?“) in Bezug auf eine Aufgabe beeinflusst. In einer Reihe von Studien konnte gezeigt werden, dass Erwartungs- und Wertüberzeugungen der Schülerinnen und Schüler deren Motivation vorhersagen.

Erwartungs-Wert-Modell der Leistungsmotivation von Eccles et al. (1983)

82 Klassen nehmen im Schuljahr 2012/13 an der Studie teil und wurden randomisiert zwei Interventionsbedingungen sowie der Kontrollgruppe zugewiesen. Die in einer Doppelstunde im regulären Klassenkontext durchgeführte Intervention fokussiert im Besonderen die Nutzenwahrnehmung der Schülerinnen und Schüler. Im Rahmen der Intervention werden die Schülerinnen und Schüler dazu angeleitet, sich durch persönliche Reflexion oder die Beurteilung von Aussagen mit der Anwendbarkeit und Nützlichkeit von Mathematik für ihren weiteren Lebensweg auseinanderzusetzen. Anschließend wird das Hausaufgabenverhalten der Schülerinnen und Schüler über vier Wochen lang erfasst. Zusätzlich wird die Intervention bei der Wartekontrollgruppe zu einem späteren Zeitpunkt durchgeführt, um abzusichern, dass die erzielten Veränderungen im Engagement auf die Intervention zurückzuführen sind. Um abzuschätzen, ob die durchgeführte Intervention die Motivation und die Leistung der Schülerinnen und Schüler beeinflusst hat, werden neben dem Hausaufgabenverhalten Leistungsdaten erhoben sowie Befragungen zu den Einstellungen der Schülerinnen und Schüler vor und nach der Intervention durchgeführt. Da auch die Lernumwelt und die Einstellungen wichtiger Bezugspersonen die Motivation von Schülerinnen und Schülern beeinflussen können, werden zudem die Eltern und Mathematiklehrkräfte der Schülerinnen und Schüler befragt.

Förderung

 

Team

  • Hanna Gaspard
  • Heide Kneißler
  • Benjamin Nagengast (Leitung)
  • Ulrich Trautwein (Leitung)

Kooperationen

Christine Bescherer (PH Ludwigsburg)

 

Jacquelynne Eccles (University of Michigan, USA)

 

Chris Hulleman (University of Virginia, USA)

 

Oliver Lüdtke (Humboldt-Universität zu Berlin)

Downloads

 

MoMa-Flyer