Historical Thinking-Competencies in History (HiTCH)

Entwicklung eines historischen Kompetenztests für Large-Scale-Assessments

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Das Fach Geschichte soll nicht nur Daten und Fakten vermitteln, sondern den Schülerinnen und Schülern eine historisch fundierte, identitätsstiftende Orientierung in der heutigen pluralen und sich wandelnden Welt vermitteln. Darüber hinaus sollen die Schülerinnen und Schüler über Kompetenzen historischen Denkens verfügen, um sich mit immer neuen historischen Fragen und ihrer Bedeutung für Gegenwart und Zukunft auseinandersetzen zu können. Die Fachdidaktik Geschichte ist sich einig, dass der Unterricht diese Kompetenzen fördern soll, hat aber noch keine Rückmeldung darüber, wie gut dies gelingt. An großen empirischen Studien wie zum Beispiel PISA war das Fach Geschichte bisher nicht beteiligt, nicht zuletzt deshalb, weil systematische Untersuchungen über die Erfassung historischer Kompetenzen mit einem standardisierten Test bislang fehlen.

 

Ziel des HiTCH-Projekts (Laufzeit 2012 bis 2015) war es, einen Test für den Einsatz in Large-Scale Studien zu entwickeln, mit dem gemessen werden kann, inwiefern Schülerinnen und Schüler am Ende der Sekundarstufe I über die Kompetenz „how to think history“ verfügen. Der Test basiert auf einem konzeptuellen Modell historischer Kompetenzen, das von den Kooperationspartnern entwickelt wurde und in der Fachdidaktik Geschichte weitgehend anerkannt ist. In enger Abstimmung mit Geschichtslehrerinnen und -lehrern und in Rückbindung an die schulische Praxis wurden für die Schule relevante Aufgaben entwickelt, die in aufeinander folgenden Pilotstudien von Schülerinnen und Schülern bearbeitet und sukzessive optimiert wurden.

 

Das nach einer Entwicklungszeit von drei Jahren nun vorliegende HiTCH-Instrument mit 91 Items stellt ein standardisiertes, reliables und valides Instrument zur Erfassung historischer Kompetenz dar, das – wie es das erklärte Ziel des HiTCH-Projekts war – in Schulleistungsstudien oder weiterführenden Studien eingesetzt werden kann. Die Förderung des Projekts durch das BMBF lief 2015 aus. Die Projektteilnehmerinnen und -teilnehmer sehen das Projekt jedoch keineswegs als abgeschlossen. Ein 2015 gegründetes HiTCH-Konsortium setzt die Forschungsarbeit am Testinstrument fort.

 

Zum HiTCH-Projekt...

Aktuelles

 

Das HiTCH-Projekt ist online.

 

 

Förderung

Team

  • Christiane Bertram (wissenschaftliche Koordination)
  • Ulrich Trautwein (Leitung)
  • Wolfgang Wagner

Kooperierende Institutionen (Sprecher)

Bodo von Borries (Universität Hamburg)

 

Nicola Brauch (Ruhr-Universität Bochum)

 

Andreas Körber (Universität Hamburg)

 

Christoph Kühberger (PH Salzburg)

 

Waltraud Schreiber (Katholische Universität Eichstätt-Ingolstadt)

 

Stephan Schwan (IWM)

 

Béatrice Ziegler (PH FHNW Aarau)