Hon. Prof. Dr. Hans-Joachim Lang

Kontakt

Tel. +49(0)7071/29-72374 (Studienverwaltung LUI)
 e-mail: hans-joachim.lang[at]uni-tuebingen.de
 Sprechstunden nach Vereinbarung

Vita

geboren 1951 in Speyer, Studium Germanistik, Empirische Kulturwissenschaft, Politikwissenschaft an der Eberhard Karls Universität Tübingen.
Magister 1976, Promotion 1980, Wissenschaftsredakteur beim Schwäbischen Tagblatt
Honorarprofessor 2013, Antrittsvorlesung am 16. Juli 2013, Thema: Einschneidend. Die Wahrnehmung der Juden in der Beschneidungsdebatte.
Forschungsschwerpunkte: Jüdische Studien, Shoah, Erinnerungskultur, Demokratiegeschichte
Gründungsmitglied des Tübinger Arbeitskreises „Universität im Nationalsozialismus“ (2001), Mitorganisation der gleichnamigen Ringvorlesung (WS 2004/05),
Wächterpreis der deutschen Tagespresse für mutigen Journalismus, (1989), Preis der Fondation Auschwitz (Brüssel) für das Buch „Die Namen der Nummern“ (2004), Leonhard-Fuchs-Medaille der Medizinischen Fakultät der Eberhard Karls Universität Tübingen (2008)


Publikationen

Monografien
Die Frauen von Block 10. Medizinische Versuche in Auschwitz. Hamburg 2011. (Taschenbuchausgabe: Augsburg 2013)  Polnische Ausgabe: Kobiety z bloku 10. Warszawa 2013; Finnische Ausgabe: Parakki 10, Juva 2013; Tschechische Ausgabe: Ženy z bloku 10, Praha 2014.
Als Christ nenne ich Sie einen Lügner – Theodor Rollers Aufbegehren gegen Hitler. Hamburg 2009. (Taschenbuchausgabe: Augsburg 2012)
Der Erinnerung Namen geben. Über die jüdischen Studenten an der Eberhard Karls Universität. Festvortrag am Dies Universitatis 2007. Tübinger Universitätsreden, Neue Folge Band 48, o.O o.J. [Tübingen 2008]
Die Namen der Nummern. Wie es gelang die 86 Opfer eines NS-Verbrechens zu identifizieren. Hamburg 2004. (Taschenbuchausgabe: Frankfurt/Main 2007).
Polnische Ausgabe: Nazwiska Numerów. Warszawa 2007; Tschechische Ausgabe: Jména čísel. Prag 2016.
Im Foyer der Revolution. Als Schiller in Tübingen Chefredakteur werden sollte: die Gründerzeit von Cottas „Allgemeiner Zeitung“. Tübingen 1998.
Parteipressemitteilungen im Kommunikationsfluß politischer Nachrichten. Eine Fallstudie über den Einfluß politischer Werbung auf Nachrichtentexte. Frankfurt/Main 1980.
Aufsätze
Häftlingsärzte und Block 10 in Auschwitz. In: Matthis Krischel, Mathias Schmidt und Dominik Groß (Hrsg.): Medizinische Fachgesellschaften im Nationalsozialismus. Bestandsaufnahmen und Perspektiven. Berlin 2016, S. 321-331.
Die Universität Tübingen im Nationalsozialismus. In:  Ernst Seidl (Hg.): Forschung - Lehre - Unrecht. Die Universität Tübingen im Nationalsozialismus (Schriften des Museums der Universität Tübingen MUT), Tübingen 2015, S. 33-51.
Cäsar Hirsch. In: Ernst Seidl (Hg.): Forschung - Lehre - Unrecht. Die Universität Tübingen im Nationalsozialismus (Schriften des Museums der Universität Tübingen MUT), Tübingen 2015, S. 211-216.
Fleischhackers (un)vergessene Opfer. In: Jens Kolata u.a. (Hg.): In Fleischhackers Händen. Wissenschaft, Politik und das 20. Jahrhundert. (Schriften des Museums der Universität Tübingen MUT), Tübingen 2015, S. 185-202.
Tübingen nach dem Holocaust: Wie sehr die Stadt ihre Juden vermisste. In: Matthias Morgenstern/Reinhold Rieger (Hg.): Das Tübinger Institutum Judaicum. Beiträge zu seiner Geschichte und Vorgeschichte seit Adolf Schlatter. Stuttgart 2015, S. 243-258.
Theodor Eschenburg und die deutsche Vergangenheit. Die Enteignung Wilhelm Fischbeins – und was Theodor Eschenburg damit zu tun hat. In: Indes. Zeitschrift für Politik und Gesellschaft, Jg. 2014, Hft 1, S. 133-144.
Das Nebeneinander im Miteinander. Christlich-jüdische Beziehungsorte in Utz Jeggles Studien. In: Bernhard Tschofen u.a. (Hg.): Utz Jeggle. Das Fremde im Eigenen. Beiträge zur Anthropologie des Alltags. Tübingen 2014, S. 327-334.
August Hirt and "extraordinary opportunities for cadaver delivery" to anatomical institutes in National Socialism: a murderous change in paradigm. In: Annals of Anatomy. Jg. 195 (2013), Hft 5, S. 373-380.
Der Grafeneck-Prozess in der zeitgenössischen Berichterstattung. In: Jörg Kinzig und Thomas Stöckle (Hg.): 60 Jahre Tübinger Grafeneck Prozess. Zwiefalten 2011, S. 63-69.
Jüdische Lehrende und Studierende in Tübingen als Opfer des Nationalsozialismus. In: Urban Wiesing u.a. (Hg.): Die Universität Tübingen im Nationalsozialismus. Stuttgart 2010, S. 609-628.
Salomo und Adolph Michaelis. Der Taufschein als Eintrittskarte für die Universitätslaufbahn. In: Sönke Lorenz/Volker Schäfer: Tubingensia. Impulse zur Stadt- und Universitätsgeschichte. Ostfildern 2008. S. 445-458.
Die Tübinger Juristen-Fakultät als Schnäppchenjäger. Zum Schicksal der Privatbibliothek des verfolgten Völkerrechtlers Max Fleischmann aus Halle. In: Stefan Alker, Christina Köstner, Markus Stumpf: Bibliotheken in der NS-Zeit. Provenienzforschung und Bibliotheksgeschichte. Göttingen 2008, S. 175-188.
Reichstauschstelle, Preußische Staatsbibliothek und die Gestapo als Bücherlieferanten der UB Tübingen. In: Hans-Erich Bödeker/Gerd-Josef Bötte (Hg.): NS-Raubgut, Reichstauschstelle und Preussische Staatsbibliothek: Vorträge des Berliner Symposiums am 3. und 4. Mai 2007. München 2008, S. 135-146.
Jüdische Juristen in Tübingen. In: Rechtsanwaltskammer Tübingen: Verlorenes Recht – Anwälte erinnern. Tübingen 2008, S. 38-55.
Retrouver la mémoire. Les noms derrière les chiffres : Biographies de victimes de la recherche biomédicale à Strasbourg entre 1941 et 1945. In: Christian Bonah (Hg.): Nazisme, science et médecine. Paris 2006, S. 191-203.
Wer waren sie? Woher kamen sie? Wie lebten sie? – 60 Jahre nach ihrer Ermordung: Biografische Recherchen entschlüsseln 86 anonym gebliebene jüdische Opfer eines NS-Medizinverbrechens. In: Meike Penkwitt: Erinnern und Geschlecht, Band 1. Freiburg 2006, S. 285-302.
Weggeworfen wie ein angebissener Apfel. Von einem Psychiater, der seinen Bruder dem Krankenmordprogramm auslieferte. In: Roland Müller (Hg.): Krankenmord im Nationalsozialismus. Grafeneck und die „Euthanasie“ in Südwestdeutschland. Stuttgart 2001, S. 55-67.
Ein Geschenk der Gestapo. Wie die Eberhard-Karls-Universität zur Privatbibliothek von Cäsar Hirsch gekommen ist. In: Raimund Dehmlow (Hg.): Displaced Books. Bücherrückgabe aus zweierlei Sicht. Hannover 1999, zweite erweiterte Auflage, S. 100-108.
„Ein schöner Einblick in die Forschungsarbeit“. Vorbereitende Beiträge Tübinger Wissenschaftler für die Zwangssterilisation und Ermordung deutscher Sinti. In: Ulrich Hägele (Hg.): Sinti und Roma und Wir. Ausgrenzung, Internierung und Verfolgung einer Minderheit. Tübingen 1998, S. 75 – 90.
Grab Nr. 27, Grafenhausen: August Hirt. Über die Verbrechen und das Lebensende eines weltweit gesuchten Anatomieprofessors. In: Land zwischen Hochrhein und Südschwarzwald. Beiträge zur Geschichte des Landkreises Waldshut. Jahrgang 1998, S. 201-212.
„Ich erstatte Anzeige von einem außergewöhnlichen Verbrechen, das an mir verübt wird.“ Wie Kolomann K. aus Tübingen ein Opfer der Euthanasie wurde. In: Hermann J. Pretsch (Hg.): Euthanasie. Krankenmorde in Südwestdeutschland. Zwiefalten 1996. S. 128-134.
Der Grafeneck-Prozess vor dem Tübinger Landgericht. In: Hermann J. Pretsch (Hg.): Euthanasie. Krankenmorde in Südwestdeutschland. Zwiefalten 1996. S. 143-145.
Die mörderische Karriere des Walter Stahlecker. In: Geschichtswerkstatt Freiburg (Hg.): Erinnern gegen den Schlußstrich. Zum Umgang mit dem Nationalsozialismus. Freiburg 1997, S. 147-156.
Die „Tübinger Chronik“ in der Ära Albert Weil. In: Geschichtswerkstatt Tübingen (Hg.): Zerstörte Hoffnungen. Wege der Tübinger Juden. Tübingen 1995, S. 154-172.
Ernst Weinmann: Tübinger Oberbürgermeister und Belgrader Deportationsminister. In: Benigna Schönhagen: Nationalsozialismus in Tübingen. Tübingen 1992. S. 208-220.
Theodor Dannecker: Ein Tübinger Schreibtischtäter im Reichssicherheitshauptamt. In: Benigna Schönhagen: Nationalsozialismus in Tübingen. Tübingen 1992. S. 221-239.
Zeitungsartikel (Auswahl)
Ein Exterminator aus Tübingen. Theodor Dannecker ließ die Juden aus Venedig nach Auschwitz deportieren.  Sonderseite im „Schwäbischen Tagblatt“ vom 2. April 2016.
Ausgestoßen, verachtet, verfolgt. Ludwig Spiro starb 1941 am Todestag des von ihm verehrten Johann Wolfgang Goethe. Sonderseite im „Schwäbischen Tagblatt“ vom 12. Dezember 2015.
Viktors Kopf und Viktors Körper. Carmen Eckhardts Suche nach ihrem Urgroßvater endete in der Tübinger Anatomie. Sonderseite im „Schwäbischen Tagblatt“ vom  30. Mai 2015.
Der Untergang der Reichsuniversität. Mit den Professoren aus Straßburg kam auch ein Verbrecher nach Tübingen. Sonderseite im „Schwäbischen Tagblatt“ vom 20. März 2015.
Eschenburg, das Dritte Reich und die Juden. Sonderseite im „Schwäbischen Tagblatt“ vom 19. Januar 2013.
In der Nacht vom 9. Auf den 10. November 1938 stand die Tübinger Synagoge in Flammen. Ein Brand in Rätseln. Die polizeiliche Suche nach den Tätern blieb halbherzig. Sonderseite im „Schwäbischen Tagblatt“ vom 24. Oktober 2009.
Stipendiat des Maison de France. Der „Shoah“-Regisseur Claude Lanzmann studierte 1947/48 in Tübingen. Sonderseite im „Schwäbischen Tagblatt“ vom 7. Oktober 2009.
Die Rechte Hand des Botschafters. Vor 60 Jahren endete die Diplomatenkarriere des Tübinger Nachkriegs-OB Hans Gmelin im Internierungslager. Sonderseite im „Schwäbischen Tagblatt“ vom 28. April 2005.
Skelette für Straßburg. Eines der grausigsten Wissenschaftsverbrechen des "Dritten Reiches" ist endlich aufgeklärt". Sonderseite in der „Zeit“ vom 19. August 2004.
Die Hall of Shame der Universität. Erinnerungen an Tübingens vergessene jüdische Studierende. Sonderseite im „Schwäbischen Tagblatt“ vom 26. Januar 2002.
Für Geschichtsbücher ein Fall von Nazi-Unrecht. Zum heutigen 85. Geburtstag von Otto Citron ein Rückblick auf seine Erlebnisse als Tübinger Student von 1935 bis 1937. Sonderseite im „Schwäbischen Tagblatt“ vom 31. August 2001.
Ein Geschenk der Gestapo. 20. Juni 2001.
Späte Reise zu den Erben. Universitätsbibliothek gibt nach 63 Jahren Privatbibliothek zurück. Sonderseite im „Aufbau“ (New York), June 21, 2001.
Mit der Waffe der Wissenschaft. Rabbiner Leopold Lucas und der Kampf um die Anerkennung des Judentums. Sonderseite im „Schwäbischen Tagblatt“ vom 15. Mai 1999.
Richard Schuh, Ihr Leben ist verwirkt! Am 18. Februar 1949 ließ die westdeutsche Justiz zum letzten Mal einen Menschen hinrichten. Sonderseite in der „Zeit“, 11. Februar 1999.
Nicht alles ging nach Plan. Der SS-Anatom August Hirt: sein mörderisches Wirken, sein Verschwinden und sein Verbleib. Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 11. März 1998, Beilage.
Der Weg eines Tübinger Juristen zum gnadenlosen Herrn über Tod und Leben: Die mörderische Karriere des Walter Stahlecker. Sonderseite im „Schwäbischen Tagblatt“ vom 18. Mai 1996.
SS-Wissenschaftler ließen 86 KZ-Häftlinge ermorden: Für den Aufbau einer Skelettsammlung. Dunkle Querverbindungen zum „Tübinger Anatomenlager“. Sonderseite im „Schwäbischen Tagblatt“ vom 21. Dezember 1985.
Die verdrängten Gründerjahre der Anthropologie (2): Zwangssterilisation und Massenmord. Beiträge Tübinger Wissenschaftler zur „endgültigen Lösung der Zigeunerfrage“. Sonderseite im „Schwäbischen Tagblatt“ vom 25. Mai 1985.
Die verdrängten Gründerjahre der Anthropologie (1): Ideologische Schrittmacher der Ausmerze. Vor 50 Jahren wurde in Tübingen das Institut für Anthropologie und Rassenkunde gegründet. Sonderseite im „Schwäbischen Tagblatt“ vom 24. November 1984.