Prof. em. Dr. Utz Jeggle †

Vita

Geboren in Nagold, aufgewachsen in Heidenheim und Tübingen. In Bonn, Wien und Tübingen Studium der Geschichte, der Germanistik und - zum Glück - der Volkskunde bei Hermann Bausinger. Am Ludwig-Uhland-Institut promoviert 1969 mit einer Arbeit über "Judendörfer in Württemberg". Daran anschließend jahrelange Feldforschungen in Kiebingen, abgeschlossen mit einer Veröffentlichung: "Kiebingen - eine Heimatgeschichte. Zum Prozeß der Zivilisation in einem schwäbischen Dorf. Tübingen 1977". Die Arbeit wurde als Habilitationsleistung anerkannt. Seit 1981 bis zu seiner Emeritierung 2000 Professor für Empirische Kulturwissenschaft an der Universität Tübingen.
Prof. Dr. Utz Jeggle ist im September 2009 verstorben.

Schwerpunkte

NS-Heimatgeschichte: Die Nähe des Nationalsozialismus wurde vor allem in der Untersuchung "Heimatgeschichte des NS im Landkreis Tübingen", Tübingen 1988 erarbeitet.

 

Erinnerungskultur: Wie wird in Deutschland erinnert und vergessen? Fortsetzung der Judendörfer.

 

Das Unbewußte im Volksleben und in der Wissenschaftskultur: Was wird wie verdrängt, was wie nicht, und ähnlich dunkle Fragen, die von einer anständigen Wissenschaft nicht beantwortet werden.