Institutskolloquium SoSe 2018

Auf der Flucht, nach der Flucht. Kultur- und sozialwissenschaftliche Positionen, ethnographische Zugänge

Leitung: Reinhard Johler / Jan Lange

Zeit: Do 18-20
Beginn: 19.04.2018
Ort: LUI

 

Migration ist ein zentrales Feld gesellschaftlicher Selbstverständigung über Eigenes und Fremdes, Zugehörigkeit und Ausschluss. Das unvorhergesehene Eintreffen einer Vielzahl an Flüchtenden im Spätsommer 2015 hat daher nicht nur das Scheitern der bisherigen europäischen Migrations- und Grenzpolitik sichtbar werden lassen. Es hat ebenso zu verschärften Debatten über die gesellschaftliche Konstitution geführt und neue pro- und anti-migrantische Bewegungen hervorgebracht. In kulturwissenschaftlicher Annäherung erscheint Fluchtmigration daher nicht als isoliert zu erforschendes Phänomen. Das Institutskolloquium versammelt vielmehr Beiträge, die Fluchtmigration als ein konstitutives Element von Gesellschaft begreifen. In dieser Perspektive werden eingeladene ReferentInnen Forschungen präsentieren, die sich mit fluchtmigrantischen Projekten der Mobilität und des Ankommens sowie mit Konzepten auseinandersetzen, die diese zu greifen versuchen.
 

   
19.04.2018

Einführung – Reinhard Johler / Jan Lange (Tübingen)
Philipp Schäfer (Konstanz): Zeitregime. Temporale Bedingungen und Effekte des Regierens von Flucht vor Ort

26.04.2018

Regina Römhild (Berlin): Vom Rand ins Zentrum. Perspektiven einer postmigrantischen Gesellschaftsforschung

03.05.2018

Simon Goebel (Augsburg): Medial (re)produzierte Narrative und Asylrechtsänderungen. Über die Aushandlungen neuer Asyldispositive

10.05.2018

(Christi Himmelfahrt)

17.05.2018

MA-Präsentationen

24.05.2018 

(Pfingstpause)

31.05.2018 

(Fronleichnam)

07.06.2018

Muss leider entfallen!

Jochen Oltmer (Osnabrück): ‘Gewaltmigration‘. Ein geeigneter Begriff, um das globale Fluchtgeschehen in Geschichte und Gegenwart erfassen und erklären zu können?

14.06.2018 

Boris Nieswand (Tübingen): Integrationismus als moralische Rechtfertigungsordnung

21.06.2018  

Walter Leimgruber (Basel): Assimilation, Integration, Partizipation, Kohäsion … – oder: Wer (und was) wird hier eigentlich verhandelt?

28.06.2018

Werner Schmidt (Tübingen): Betrieblicher Universalismus unter Druck? Arbeitsweltliche Sozialintegration bei Flucht- und Arbeitsmigration

Der Vortrag von Manuela Bojadžijev (Lüneburg) fällt aus.

05.07.2018

MA-Präsentationen

12.07.2018 

Matthias Schmidt-Sembdner (München/Göttingen): Der Brennerpass als „Nadelöhr“ der Alpen: Transmigration zwischen Italien, Österreich und Deutschland in Zeiten der Schengenkrise

19.07.2018 

Sarah Nimführ (Wien): Umkämpfte Mobilitäten. Die soziale Produktion von Nichtabschiebbarkeit im transinsularen Raum

26.07.2018

Ira Spieker (Dresden): Angekommen? Verortungen im Kontext von Flucht und Vertreibung im sozialistischen Deutschland

 

Abstracts